Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) unterstützt dieses Vorhaben und setzt sich gleichwohl dafür ein, sensible Meeresökosysteme und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer im Einklang mit ökonomischen Herausforderungen dauerhaft zu schützen. Aus Sicht der TANO braucht es deshalb verhältnismäßige und regional differenzierte Lösungen, die auch die wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Auswirkungen berücksichtigen. Denn auch der Tourismus wird die Folgen deutlich zu spüren bekommen, wenn im Zweifelsfall keine Kutter mehr in den Häfen liegen würden.
Für TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein liegt es auf der Hand, dass der Tourismus an der Nordseeküste von einer intakten Natur lebt, aber: „Wir befeuern bei unseren Gästen eine Erwartungshaltung, die es am Ende zu bedienen gilt. Häfen ohne Kutter sind wie Deiche ohne Schafe“, so Schiefelbein, der daran erinnert, dass der Tourismus an der niedersächsischen Nordsee mit einer Bruttowertschöpfung von 4,3 Milliarden Euro per anno zu den stärksten Branchen der Region zählt. Und weiter: „Wenn es für Fischer in Dorum-Neufeld oder Fedderwardersiel schwierig bis gar nicht mehr möglich sein wird, Krabbenfang zu betreiben, wird das Auswirkungen auf die kulturelle Identität in den Küstenorten haben.“ Ein Rückgang der Tagestouristen würde zudem deutliche Umsatzeinbußen für den lokalen Handel bedeuten.
Die TANO plädiert dafür, im konstruktiven Dialog einen Ausgleich zu suchen, so dass Naturschutz und wirtschaftliche Existenzen gleichermaßen berücksichtigt werden. Darüber hinaus spricht für die TANO viel für ein konzertiertes Vorgehen in den Küsten-Bundesländern. Da in Schleswig-Holstein eine Entscheidung in die nächste Legislaturperiode verschoben wurde, sei genug Zeit vorhanden, alle Argumente abzuwägen und der Informations- und Koordinierungsstelle Transformation Fischerei (IKTF) als zentrale bundesweite Institution die Möglichkeit zu geben, die Fakten zusammenzutragen.
Positionspapier der TANO zur Fischereiwirtschaft und Küstenfischerei
Die TANO agiert als Bindeglied zwischen Tourismuswirtschaft, Küstengemeinden, Fischerei und Politik. Wir vertreten die Interessen der Region in übergeordneten Entwicklungsprozessen – insbesondere im Zusammenhang mit dem Zukunftspakt Küstenfischerei 2050, den wir aktiv unterstützen. Zum Positionspapier Fischereiwirtschaft und Küstenfischerei

























































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































